Nähe braucht Grenzen – Jugendschutz in Fasching, Fastnacht und Karneval

Neue Folge von „Konfetti im Blut“ über Prävention, Schutzkonzepte und sichere Räume für Kinder und Jugendliche

Fasching, Fastnacht und Karneval leben von Gemeinschaft, Vertrauen und Nähe. Kinder und Jugendliche trainieren gemeinsam, fahren zu Veranstaltungen, stehen auf der Bühne, feiern Erfolge und wachsen oft über viele Jahre in ihre Vereine hinein. Für viele von ihnen wird der Verein zu einem zweiten Zuhause.

Doch gerade dort, wo Nähe entsteht, braucht es klare Grenzen. Und ein zweites Zuhause muss vor allem eines sein: ein sicherer Ort.

Genau darum geht es in der neuen Folge des BDK-Podcasts „Konfetti im Blut“. Host Rüdiger Baumann spricht mit Mandy Leditschke, Bundesjugendleiterin der BDK-Jugend, und Jonas Eyrich, Beisitzer der BDK-Jugend und Verbandsjugendleiter im Fastnachtsverband Franken, über Jugendschutz und Prävention im Vereinsalltag von Fasching, Fastnacht und Karneval. Shownotes_KIB04

Verantwortung beginnt mit Hinschauen

Wo viele Menschen zusammenkommen und Verantwortung für Kinder und Jugendliche übernehmen, braucht es Strukturen, die Sicherheit schaffen. Dabei dürfen auch schwierige Themen nicht ausgeklammert werden.

Die neue Podcast-Folge spricht deshalb offen über sexualisierte Gewalt und Grenzverletzungen, körperliche und psychische Gewalt, Machtmissbrauch, Mobbing und Ausgrenzung, Gruppendruck, digitale Grenzverletzungen, Alkoholrisiken, Überforderung und Schweigekultur. Shownotes_KIB04

Gleichzeitig geht es ganz konkret um die Frage: Was können Vereine tun, damit Kinder und Jugendliche bei uns sicher sind?

Was gehört zu einem funktionierenden Schutzkonzept? Welche Regeln brauchen wir bei Training, Veranstaltungen und Fahrten, in Umkleiden oder beim Umgang mit Fotos, Messenger-Diensten und Social Media? Wie werden Vertrauens- und Ansprechpersonen für junge Menschen sichtbar und erreichbar?

Und ebenso wichtig: Was ist zu tun, wenn sich ein Kind oder ein Jugendlicher anvertraut oder ein Verdacht entsteht?

Prävention muss im Vereinsalltag gelebt werden

Schutzkonzepte dürfen nicht nur auf dem Papier bestehen. Sie müssen Teil einer Vereinskultur sein, in der Grenzen respektiert, Risiken erkannt und Probleme angesprochen werden können.

Dazu gehören klare Verhaltensregeln und Verantwortlichkeiten ebenso wie Risikoanalysen, erreichbare Vertrauens- und Ansprechpersonen und das Wissen von Kindern und Jugendlichen um ihre eigenen Rechte und Grenzen. Shownotes_KIB04

Auch der Umgang mit einem möglichen Ernstfall gehört dazu: Betroffene müssen ernst genommen werden. Vereine sollten nicht selbst ermitteln und müssen wissen, wann externe Fachstellen einbezogen werden müssen. Shownotes_KIB04

Dabei stellt die Folge eines ausdrücklich klar:

Jugendschutz ist kein Misstrauen gegenüber dem Ehrenamt. Jugendschutz ist Fürsorge, Verantwortung und Qualitätssicherung für die Zukunft von Fasching, Fastnacht und Karneval.

„Ich darf etwas sagen – und mir wird geholfen.“

Vielleicht ist dies der wichtigste Gedanke dieser Podcast-Folge:

Ein Verein ist nicht dann sicher, wenn nie etwas angesprochen wird. Ein Verein ist dann sicher, wenn Kinder und Jugendliche wissen: Ich darf etwas sagen – und mir wird geholfen. Shownotes_KIB04

Diese Haltung geht uns alle an – Vorstände und Jugendleitungen ebenso wie Trainer, Betreuer, Eltern und alle Menschen, die im Ehrenamt Verantwortung für junge Menschen übernehmen.

Deshalb möchten wir mit dieser Folge nicht nur informieren, sondern auch dazu ermutigen, über Jugendschutz zu sprechen, bestehende Strukturen zu hinterfragen und Prävention als selbstverständlichen Bestandteil unserer Vereinsarbeit zu verstehen.

Ab Dienstag, 6. Oktober, 18:00 Uhr

„Konfetti im Blut“ – Folge 4
„Nähe braucht Grenzen – Jugendschutz im Karneval“

Mit Mandy Leditschke und Jonas Eyrich
Host: Rüdiger Baumann

Die neue Folge ist ab Dienstag, 6. Oktober 2026, um 18:00 Uhr als Podcast und auf YouTube verfügbar.

Wir freuen uns, wenn ihr die Folge anschließend in euren Vereinen teilt – mit Jugendleitungen, Trainern, Betreuern, Vorständen, Eltern und allen, die Verantwortung für Kinder und Jugendliche übernehmen.

Denn sichere Räume entstehen nicht von allein. Sie entstehen dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, hinschauen und handeln.